Technische Grundlagen

Technische Grundlagen

Sägen ist eine Wissenschaft – Eine Vielzahl von Einflussgrößen und deren Zusammenspiel entscheiden, welches Ergebnis bei Sägeanwendungen erzielt wird.

Im Vordergrund stehen dabei Ihre individuellen Ansprüche an die jeweilige Herausforderung, wie z.B.:

  • Lebensdauer
  • Schnittzeit
  • Wirtschaftlichkeit
  • Oberflächengüte / Schnittgeometrie

Neben den individuellen Zielen beeinflussen vor allem folgende Rahmenbedingungen die Produktauswahl:

  • Bandsägemaschine
  • Zu zerspanender Werkstoff
  • Dimension und Form des Werkstücks
  • Einzel-, Lagen- oder Bündelschnitt

WIKUS orientiert sich mit seinem Produktportfolio konsequent an den Kundenbedürfnissen und bietet ein breites Spektrum von:

  • Zahnformen
  • Zahnteilungen
  • Schränkarten
  • Bandlängen und Bandbeiten
  • Sonder-Ausführungen PE und PW für individuelle Anwendungen unserer Level 2 und 3 Produkte

Zahnformen

Standardzahn (S)

Spanwinkel: 0°, für

  • kurzspanige Materialien
  • Stähle mit einem hohen Kohlenstoffgehalt
  • Werkzeugstahl, Gusseisen
  • Werkstücke mit kleinen Querschnitten
  • dünnwandige Profile

Klauenzahn (K)

Spanwinkel: positiv, für

  • universellen Einsatz
  • NE-Metalle und Stähle
  • Vollmaterial und Profile

Profilzahn (P)

Spanwinkel: positiv, für:

  • Hohl- und Winkelprofile
  • Stahlträger
  • Bündel- und Lagenschnitte
  • schwingungsanfällige Sägearbeiten

Lückenzahn (L)

Spanwinkel: 0°, für:

  • weiche Werkstoffe (Aluminium, Holz)
  • nur in Werkzeugstahl

Trapezzahn (T)

Spanwinkel: positiv, für:

  • hohe Zerspanungsleistung
  • beste Oberflächengüte

Trapezzahn (TSN)

Spanwinkel: negativ, für

  • randschichtgehärtete Wellen
  • gehärteter Stahl bis 65 HRC, Hartmanganstahl, hartverchromte Werkstücke
  • Durchmesser bis 200 mm

Zahnteilung

  • Die Zahnteilung entspricht der Anzahl Zähne pro Zoll (ZpZ), ein Zoll = 25,4 mm
  • Maßgebende Größe für die Wahl der Zahnteilung ist die Eingriffslänge des Sägebandes im Werkstück
  • Der zu sägende Werkstoff sowie die Art des verwendeten Sägebandes spielen bei der Auswahl ebenfalls eine Rolle
  • Unterschieden werden konstante Zahnteilung mit einheitlichem Zahnabstand und variable Zahnteilung mit differierendem Zahnabstand innerhalb eines Verzahnungsintervalls
  • Variable Zahnteilungen werden durch zwei Maßzahlen gekennzeichnet, z. B. 2-3 ZpZ
    2 ZpZ zeigt maximalen Zahnabstand und 3 ZpZ minimalen Zahnabstand im Verzahnungsintervall
Konstante Zahnteilung
Konstante Zahnteilung mit einheitlichem Zahnabstand
Variable Zahnteilung
Variable Zahnteilung mit differierendem Zahnabstand innerhalb eines Verzahnungsintervalls

Schränkarten

Durch die Schränkung, bei der die Zähne abwechselnd links und rechts über die Ebene des Bandkörpers hinausragen, wird der Freischnitt des Sägebandes erreicht und sie hat außerdem einen Einfluss auf die Oberflächengüte des zu sägenden Werkstücks.

Standardschränkung

  • Universell einsetzbar für Schnittstärken ab 5 mm bei Stahl, Guss und harten NE-Metallen.
  • Konstante Zahnteilung: Schränkfolge links / rechts / gerade
  • variable Zahnteilung: pro Intervall mindestens ein Zahn ungeschränkt, die restlichen Zähne im Intervall sind wiederkehrend links / rechts oder in umgekehrter Reihenfolge geschränkt.

Gruppenschränkung

  • Erzielt bei Sägebändern im Zahnteilungsbereich von 4-18 ZpZ eine verbesserte Oberflächengüte.

Wellenschränkung

  • Für Bleche, dünnwandige Rohre und Profile bis 5 mm Materialabmessung.

Noch Fragen?

Unsere Experten der WIKUS Anwendungstechnik beraten Sie gerne zu weiterführenden technischen Fragen rund um Bandauswahl und -einsatz.

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