FAQs

Technische FAQ´s & Support

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Ihren Sägeprozess, von der Herstellung bis hin zum optimalen Einsatz eines Sägebandes.
 

Aufbau eines Sägebandes

Die Abkürzung "ZpZ." steht für Zähne pro Zoll und ist die Anzahl der Zähne auf einer Länge von 25,4mm.


Bei einer konstanten Zahnteilung ist der Zahnabstand einheitlich gestaltet, bei einer variablen Zahnteilung differieren die Zähne im Abstand innerhalb eines Verzahnungsintervalls.


Schwingungsreduzierend und der erweiterter zu sägender Abmessungsbereich ist der Vorteil einer variablen Zahnteilung.


Das Trägerband besteht aus legiertem Vergütungsstahl. Aufgrund der Bandführung durch die Maschine muss das Trägerband materialtechnisch flexibel sein. Der Zahnspitzenbereich besteht aus einem im Vergleich zum Trägerband härteren HSS-Flachdraht und muss im Zerspanungsprozess robust sein, um z. B. Zahnausbruch zu vermeiden.

Aufbau von Bimetall-Sägebänder


Ein Bimetall-Sägeband besteht aus zwei Metallen, einer gehärteten Hochleistungs-Schnellarbeitsstahl (HSS) Zahnspitze und einem Träger aus legiertem Vergütungsstahl.


Ein Hartmetall-Sägeband besteht aus einer geschliffenen Hartmetall-Zahnspitze und einem Träger aus legiertem Vergütungsstahl.


Unterschiedliche Anwendungen erfordern angepasste und spezialisierte Werkzeuge, die sich in Schneidstoff, Zahngeometrie sowie in der Beschichtung unterscheiden.


Es gibt vier verschieden Sägebandqualitäten: Werkzeugstahl-Sägebänder, Bimetall-Sägebänder, Hartmetall-Sägebänder und diamantbestreute-Sägebänder. Mit dem Bandselektor von WIKUS finden Sie in wenigen Schritten das richtige Sägeband für ihre Sageaufgabe .


Herstellungsprozess eines Sägebandes

Mit Schränkung wird das Abwinkeln der Zähne vom Bandkörper bezeichnet. Nach dem Schränken ragen Zähne einzeln oder in Gruppen links und rechts über die Ebene des Bandkörpers hinaus.


Der erzeugte Schnittkanal muss breiter sein als die Banddicke, um ein Klemmen des Trägerbandes zu verhindern.


Die geschliffenen Hartmetall-Zahnspitzen haben eine größere Schnittbreite, als das Trägerband und erzeugen somit den notwendigen Freischnitt. Aus diesem Grund wird ein Klemmen des Sägebandes vermieden.


Beim Sandstrahlen wird der Zahngrund entgratet zur Vermeidung von Sollbruchstellen nach der mechanischen Bearbeitung. Dazu werden Zunderschichten nach dem Wärmebehandlungsprozess entfernt und durch eine Oberflächenverdichtung die Dauerlaufeigenschaften verbessert.


Die Abmessungen eines Sägebandes spielen eine entscheidende Rolle bei der Art des Zusammenlegens. Es empfiehlt sich bei einem Breiten-/ Längenverhältnis von bis 41mm / 6000 mm das Sägeband die Art rund (1fach bis 3fach möglich) zu verwenden. Ist das Band breiter als 41mm und/ oder länger als 6000mm ist ein Brezeln in s.g. Golaitbrezel (Posthorn) am geeignetsten. Je nach Art des Versandes bzw. Lagerns der Bänder können jedoch auch kleiner/ kürzere Bänder als s.g. offene Brezel oder Goaliatbrezel zusammengelegt werden. Eine Ausnahme bilden die DIAGRIT® Bänder. Diese werden ausschließlich Rund zusammengelegt.


Unter fachgerechte Lagerung ist unser Produkt unbegrenzt haltbar. Hinweis zur Aufbewahrung: Bewahren Sie die verschlossene Produktverpackung mit dem Sägeband an einem trockenen und kühlen Raum auf. Setzen Sie das Sägeband keiner Feuchtigkeit aus (Korrosionsgefahr) und entfernen Sie die Verpackung erst unmittelbar vor Gebrauch. Stapeln Sie Bimetall, Hartmetall und diamantbestreute Sägebänder nicht ohne Zahnschutz.

AGB‘s


Auswahl des richtigen Sägebandes

Die Wahl der Zahnteilung wird anhand der maximalen Eingriffslänge des zu trennenden Werkstücks/Materials bestimmt. Folgende Tabelle gibt eine Übersicht der empfohlenen Zahnteilung bei konstanter und variabler Zahnteilung.


Der Unterschied liegt in der Zahnform: VARIO® mit einem Standardzahn "S" = 0° Spanwinkel und MARATHON® mit einem Klauenzahn "K" = 10° Spanwinkel >> Hyperlink Katalogseite


Um die genauen Eigenschaften eines Sägebandes definieren zu können, erfordert es:

  • Bandlänge L in [mm]
  • Bandbreite B in [mm]
  • Banddicke S in [mm]
  • Zahnteilung ZpZ in [Zoll]
  • Schränk- bzw. Schnittweite SW in [mm]

Mit der folgenden Produktklassifizierung bietet WIKUS eine Entschei-dungshilfe bei der Auswahl des für Ihre Zerspanungsaufgabe richtigen Sägebandes.

  • Level 1: Standard Sägebänder, universell einsetzbar
  • Level 2: Sägebänder mit hoher Leistung
  • Level 3: High-Tech Sägebänder für höchste Ansprüche
  • Special: Spezialprodukte für Hochleistungs-Sägetechnologie und sehr individuelle Anwendungen

 


Im Vergleich zu einem Bimetall-Sägeband erzielt ein Hartmetall-Band eine deutliche Steigerung der Schnittleistungen mit den daraus resultierenden geringeren Schnittzeiten. Zudem ist Zerspanbarkeit einiger Werkstoffe aufgrund derer Legierungsbestandteile und Festigkeiten mit Bimetall-Sägebändern nicht möglich.


Diamant als härtester Werkstoff kann nahezu sämtliche Materialien trennen. Von Hartbrandkohle über mineralische Baustoffe bis zu Silizium.



Mit der Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 belegt WIKUS, dass wir uns intensiv mit Prozessen, Ressourcen und Risiken umgehen und kontinuierlich bestrebt sind, Kundenbedürfnisse zu erfüllen.


Für diese anspruchvolle Anwendung haben wir spezialisierte Sägebänder in unserem Programm. ParaMaster® 4.0, das Online-Schnittdatenprogramm von WIKUS, unterstützt Sie effizient bei der Optimierung Ihrer Sägeprozesse, dem Einsparen von Kosten und der Auswahl des passenden Bandes für Ihre Anwendung.


Für diese anspruchvolle Anwendung haben wir spezialisierte Sägebänder in unserem Programm. ParaMaster® 4.0, das Online-Schnittdatenprogramm von WIKUS, unterstützt Sie effizient bei der Optimierung Ihrer Sägeprozesse, dem Einsparen von Kosten und der Auswahl des passenden Bandes für Ihre Anwendung.


Für diese anspruchvolle Anwendung haben wir spezialisierte Sägebänder in unserem Programm. ParaMaster® 4.0, das Online-Schnittdatenprogramm von WIKUS, unterstützt Sie effizient bei der Optimierung Ihrer Sägeprozesse, dem Einsparen von Kosten und der Auswahl des passenden Bandes für Ihre Anwendung.


Das Sägen von Trägern ist komplex, da die Einfgrifflängen stark differieren. Für diese technisch anspruchsvolle Anwendung empfehlen wir die Verwendung von PARAMASTER bzw. den direkten Kontakt zu unserer technischen Beratung. ParaMaster® 4.0, das Online-Schnittdatenprogramm von WIKUS, unterstützt Sie effizient bei der Optimierung Ihrer Sägeprozesse, dem Einsparen von Kosten und der Auswahl des passenden Bandes für Ihre Anwendung.


Ja, Profile können mit einer Bandsäge gesägt werden. Für diese Anwendung haben wir spezialisierte Werkzeuge, wie zum Beispiel das WIKUS PROFLEX ® / PROFIDUR® im Produktprogramm.


Im Gegensatz zur Kreissägetechnologie ist es möglich, Rohe im Bündel zu sägen. Bei dieser schwingungsbehafteten Anwendung empfehlen wir uns Produkt PROFLEX ®


Unser bekanntes und bewährtes MARATHON® Sägeband ist vielseitig einsetzbar für viele Anwendungen.


Richtiges Einfahren von Sägebändern vor dem Ersteinsatz beeinflusst maßgeblich die Standzeit bzw. verbessert die Lebensdauer des Sägebandes.


Die Anwendung von diamantbestreuten Sägebändern erfordert eine individuelle Beratung, wir empfehlen die Kontaktaufnahme mit unserer Technischen Betreuung.

Kontaufnehmen zur Technische Beratung


Optimaler Einsatz der Sägebänder

Die Sägebänder sind mit einem Korrosionsschutz versehen, daher beachten Sie bitte den Hautschutzplan. Ist die Verpackung beschädigt, kann auch das Sägeband beschädigt sein. Beschädigte Sägebänder (insbesondere mit Knicken, Rissen oder abgebrochenen Zähnen) dürfen nicht mehr verwendet werden. Sehen Sie hierzu auch unsere Gebrauchsanleitung.


Achtung! Sägebänder stehen unter Spannung. Beim Entfernen der Befestigungen können die Bänder aufspringen, so dass Verletzungsgefahr entsteht. Die Bänder sind zum Öffnen auf den Boden zu legen und festzuhalten, um ein abruptes Aufspringen der Befestigungen zu verhindern.

Öffnen eines Sägebandes in Brezelform
Öffnen eines Sägebandes


Generell gilt die Arbeitssicherheits-Vorgabe des einsetzenden Unternehmens. WIKUS empfiehlt beim Sägebandeinsatz mindestens einen langärmeligen Kittel, Sicherheitsschuhe, Schutzbrille und schnittschutz-sichere Handschuhe.


Folgende Elemente beeinflussen zu nahezu gleichen Anteilen die Lebensdauer eines Sägebandes:

  • Werkstückform und –stoff
  • Werkzeug
  • Rahmenbedingungen und Schnittparameter
  • Werkzeugmaschine
  • Schnittdaten

Standzeiteinflüsse


Beim Trennprozess führen die Schneiden des Werkzeuges zum Werkstück eine Relativbewegung aus. Bereits geringe Veränderungen der Schneidengeometrie bringen erhebliche Änderungen im Verhalten des Zerspanungsprozesses mit sich. Schnittgeschwindigkeit (m/Min), die Vorschubbewegung (mm/Min) und die daraus resultierenden Wirkbewegung sind unmittelbar an der Spanentstehung beteiligt.


Die Beanspruchung des Sägebandes erfolgt sowohl an Zahnspitze (thermisch, Schlag, abrasiver Verschleiß), als auch am Trägerband (Bandspannung, Biegung, Torsion, Reibung).


Verwenden Sie das Sägeband ausschließlich entsprechend den produktspezifischen Einsatzbereichen des individuellen Sägebandes (z. B. Werkstoffgruppen und sonstige Spezifikationen). Hitzeentwicklung sowie Span- und Funkenflug sind während der Anwendung möglich, tragen Sie daher bitte immer Schutzausrüstung! Die Gebrauchs- und Bedienungsanleitung des Maschinenherstellers ist unbedingt zu beachten.


WIKUS empfiehlt, die Sägebänder vor dem ersten Gebrauch einzufahren! Einzelheiten entnehmen Sie bitte der einzelnen Produktbeschreibung im Katalog/Internet oder informieren Sie sich bei unserer Kundenbetreuung.

Einfahrhinweise


Standzeitentscheidend (Lebensdauer) sind die richtigen Bedingungen beim Einsägen eines neuen Sägebandes. WIKUS empfiehlt:

  • bei kleinen Werkstückdimensionen ca. 100-300 cm² der Oberfläche des Schnittmaterials zum Einfahren zerspanen
  • bei großen Werkstückdimensionen wird eine Zeitdauer von ca. 15 min zum Einfahren empfohlen
  • nach dem Einfahren wird zuerst die Schnittgeschwindigkeit (m/min) langsam auf den ermittelten Wert erhöht und dann die Vorschubgeschwindigkeit (mm/min) schrittweise auf den zuvor ermittelten Wert gesteigert

Einfahrhinweise


Zur Ermittlung der optimalen Maschineneinstellung benötigen Sie:

  • Werkstoff-Nr. (DIN-Bez.)
  • Werkstofffestigkeit
  • Abmessung des Werkstückes
  • Dimension
  • Maschinentyp
  • Anforderungen

Schnittdatenprogramm ParaMaster®


Auf Basis der benötigten Informationen gibt WIKUS eine Empfehlung hinsichtlich folgender Punkte ab:

  • Qualität
  • Zahnteilung
  • Schnittgeschwindigkeit
  • Schnittleistung
  • Vorschubgeschwindigkeit
  • Kühlung

Schnittdatenprogramm ParaMaster®


Im Zerspanungsprozess ist bei hohen Schnittgeschwindigkeiten und damit verbundener Wärmeentwicklung eine Kühlung z. B. durch Wasser notwendig. Bei hoher Schneidenbelastung aufgrund niedriger Schnittgeschwindigkeit ist eine gute Schmierung z. B. durch Öl erforderlich.


Kühlschmierstoffe haben einen Standzeiteinfluss. Wichtig beim Einsatz ist die richtige Zuführung, ein geeignetes Medium, und der Einsatz eines druckluftbeaufschlagten Sprühsystems. Die Aufbringung sollte möglichst von vorn in den Zahngrund hinein erfolgen.


Kühlschmierstoffe haben einen Standzeiteinfluss. Wichtig beim Einsatz ist die richtige Zuführung, ein geeignetes Medium, und der Einsatz eines druckluftbeaufschlagten Sprühsystems. Die Aufbringung sollte möglichst von vorn in den Zahngrund hinein erfolgen.


Maschinenzustand, –stabilität und damit verbunden Bandstabilität haben Standzeiteinfluss. Daher spielen regelmäßige Reinigung und Zustandsüberprüfung der Sägemaschine eine wichtige Rolle.

Standzeiteinfluss


Starker Verschleiß, Zahnausbruch, Bruch der Schweißnaht oder des Bandes sowie schiefer/welliger Schnitt können Ursachen für einen Bandausfall sein.


Der Sägebandlauf muss richtig eingestellt sein, zur Messung kann ein Bandspannungsmessgerät eingesetzt werden. Dieses sollte vom Rücken her so nah wie möglich in die Nähe des Zahngrundes befestigt sein. Die Messung sollte zunächst bei gelöstem, entspanntem Sägeband durchgeführt werden, dann auch bei gespannten. Steht der Zeiger nicht im oberen Bereich der grünen Markierung, sollte die hydraulische Bandspannung gemäß der Bedienanleitung geändert werden.


Der notwendige Ölgehalt der Emulsion ist abhängig vom zu sägenden Material. Die Emulsion wirkt verschleißmindernd kühlenden, säubernd und schmierend.


WIKUS empfiehlt in der Regel eine Bandspannung von 250-300N/mm².


Zur Überprüfung der Bandspannung bietet WIKUS ihnen ein Bandspannungsmeßgerät an. Gerne unterbreiten wir ihnen hierfür ein unverbindliches Angebot.

Angebot anfragen


Generell gibt jeder Maschienhersteller die Bandlänge für die einzelnen Modelle vor. Diese kann der Bedienungsanleitung entnommen werden. Sollte ihnen diese nicht mehr vorliegen können sie diese über eine ParaMaster® Abfrage in unseren Online-Datenschnittprogramm ermitteln.

Bandauswahl


Die Schnittparameter sind abhängig von der Eingrifflänge, dem Material und dem Vergütungszustand. Das WIKUS Online-Schnittdatenprogramm ParaMaster® 4.0, unterstützt Sie bei der Auswahl des passenden Bandes für Ihre Anwendung, dem Einsparen von Kosten sowie effizient bei der Optimierung Ihrer Sägeprozesse.


In der Regel wird ein Sägeband gewechselt, wenn die erzeugte Oberfläche nicht mehr den Anforderungen entspricht bzw. Maßabweichungen durch Schnittverlauf entstehen. Beeinflusst wird die Standfläche in hohem Maße durch: Werkstoff, Festigkeit, Schnittleistung, aber auch andere Randbedingungen wie Zustand der Maschine, Kühlung etc.


Jede Zahnteilung hat ihren optimalen Einsatzbereich. Die für Sie passende Zahnteilung können der folgenden Tabelle entnehmen.


Noch Fragen?

Unsere Experten der WIKUS Anwendungstechnik beraten Sie gerne zu weiterführenden technischen Fragen rund um Bandauswahl und -einsatz.

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